Lernort für die schulische Bildung: das Kerschensteiner Berufskolleg.

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Schule

Das Kerschensteiner Berufskolleg

Das Kerschensteiner Berufskolleg (KBK) arbeitet eng mit dem BBW zusammen und ist neben Ausbildung und Wohnen der dritte Lernort für die jungen Leute. Fragen an Martin Koch und Angelika Kettmann vom KBK.

Was unterscheidet das KBK von anderen Berufsschulen?

Wie in allen Berufsschulen konzentrieren wir uns in unserem Unterricht auf die für die jungen Leute relevanten berufsbezogenen Lerninhalte. Soviel zu den Gemeinsamkeiten. Das KBK zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass das Arbeitsmaterial wie Arbeitsblätter und Lernprogramme von uns selbst erstellt und jede Lerngruppe von gleich zwei Lehrkräften betreut wird. Ganz wichtig ist uns aber, dass wir immer eine persönliche Atmosphäre zwischen Lehrenden und Lernenden schaffen und eine wertschätzende Toleranz im Umgang miteinander pflegen.

Wie werden Sie den sicher sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Auszubildenden mitbringen, gerecht?

Für alle Auszubildenden erstellen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk und anderen Kooperationspartnern individuelle Förderpläne. In diesen Förderplänen werden die jeweiligen Ziele sowie die Maßnahmen, wie diese zu erreichen sind, für jeden einzelnen festlegt. Die Entwicklung der jungen Menschen wird genau dokumentiert, so dass Ziele und Maßnahmen jederzeit angepasst werden können und gewährleistet ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Für die gemeinsame Förderplanung gibt es ein Konzept, das derzeit überarbeitet wird.  

Was sind die wichtigsten Lernziele?

Wir möchten, dass die jungen Leute ihre Ausbildungsziele trotz bisheriger umfassender schulischer Defizite erreichen. Außerdem geht es uns um die gründliche Vermittlung berufsbezogener Schlüsselqualifikationen für den ersten Arbeitsmarkt, z. B. Pünktlichkeit, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit oder Arbeitsorganisation. Dies alles aber geschieht vor dem Hintergrund eines an diakonischen Grundsätzen orientierten Wertesystems, wie zum Beispiel Toleranz und Solidarität.

Welche allgemeinbildenden Fächer werden unterrichtet?

Selbstverständlich Deutsch. Daneben aber auch Politik, Religion / Ethik und Sport. 

Welche Rolle spielen Neue Medien und der Computer im Unterricht?

Im Unterricht werden ACTIV-Boards, PCs und andere Neue Medien eingesetzt. In jedem Klassenraum gibt es ein ACTIV-Board, vernetzt mit den Schüler-PC-Räumen und dem Internet. Diese Medien ermöglichen es unserer Schülerschaft, deutlich aktiver am Unterrichtsprozess teilzunehmen.  

Inwiefern nimmt der Unterricht Rücksicht auf die unterschiedlichen Behinderungen der jungen Leute?

So weit als möglich setzen wir methodische Mittel ein, um den jeweiligen Behinderungserscheinungsformen Rechnung zu tragen. So kommen zum Beispiel Laptops für motorisch beeinträchtigte Schüler zum Einsatz.

Gibt es für besonders lernschwache Jugendliche speziellen „Nachhilfeunterricht“?

Ja, wir bieten Lese- und Schreibförderung sowie eine Hausaufgabenbetreuung an.

Wie sieht ein typischer Schultag aus?

Um 8:00 Uhr ist Unterrichtsbeginn. Sollten Schüler fehlen, werden sie eine Viertelstunde später von der Schulsekretärin an Bildungsträger, Betrieb und gegebenenfalls Eltern gemeldet. Zwischen 9:30 Uhr und 9:50 Uhr gibt es eine Pause mit Frühstücksangebot, einer Vielzahl von Sitzplätzen sowie jeweils zwei Kicker- und Billardtischen zum Entspannen vor dem nächsten Unterrichtsblock. Die Aufsicht führenden Lehrkräfte suchen dabei aktiv den Kontakt zu den Schülern. Zwischen 9:50 Uhr und 11:20 Uhr findet der nächste Unterrichtsblock statt. Nach der zweiten Pause zwischen 11:20 Uhr und 11:35 Uhr dauert die letzte Unterrichtseinheit bis 12:20 Uhr bzw. 13:05 Uhr. Bei Bedarf gibt es zu Beginn der Pausen oder nach Unterrichtsschluss Einzelgespräche mit Schülern.

Ansprechpartner

Kerschensteiner Berufskolleg
Kay Stampa
Schulleiter

Telefon: 0521 144-2880
kay.stampa(at)bethel.de