Neuigkeiten aus dem Berufsbildungswerk Bethel
Lernen, Arbeit und Leben im Berufsbildungswerk – das wird erst lebendig
über Geschichten und Ereignisse aus dem Alltag des Berufsbildungswerkes
Bethel.
Überblick: Fußball BBW Sport im BBW Projekt Wohnen
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Sportlicher Erfolg für die BBW- Fußballmannschaft
Ihren bisher größten Erfolg in ihrer 29–jährigen Geschichte errang die Fußballmannschaft des Berufsbildungswerks Bethel am 18.Juni 2011 bei der westdeutschen Meisterschaft der Berufsbildungswerke in Maria Veen. Die ersten drei Teams dieses Turniers qualifizieren sich für die Endrunde zur deutschen Meisterschaft der Berufsbildungswerke.
Zwar hat die Mannschaft schon einige Turniersiege erreicht, aber bei diesem Turnier sprang bisher als bestes Ergebnis 1988 ein fünfter Platz heraus. Optimistisch und zuversichtlich wurde die Reise angetreten. Vor Ort waren die äußeren Bedingungen optimal, der Rasen war gut gepflegt und das Wetter spielte auch mit. Als ich dann in den Lostopf greifen musste, um die Gruppe für unsere Mannschaft zu ziehen, hoffte ich, meiner Mannschaft ein schweres Los zu ersparen. Leider ging dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Es schien also nicht ganz einfach zu werden.

Aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden und so legten wir
los.
Im ersten Spiel gegen Neuwied gelang nach einem Rückstand noch
ein 2:1 Sieg. Als danach gegen Essen ein 2:2 erreicht wurde, stieg
die Stimmung, allerdings gab es beim 0:2 gegen Maria Veen einen gehörigen
Dämpfer und der Druck stieg gewaltig, denn nun mussten Punkte
gegen die bisher stärksten Teams der Gruppe geholt werden.
Eine Überraschung gelang beim 1:0 Sieg gegen das BBW Niederrhein,
so dass im abschließenden Spiel die Chance bestand mit einem
Punkt gegen Nordhessen-Arolsen das Halbfinale zu erreichen.
Als dann beim Stand von 2:2 der Schlusspfiff kam, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Das Team stand zu ersten mal im Halbfinale der westdeutschen Meisterschaft der Berufsbildungswerke. Nach einer guten Leistung musste man sich allerdings mit 2:3 dem späteren Turniersieger beugen. Aber jetzt wollte man unbedingt das Spiel um Platz 3 gewinnen. Immerhin reisen die ersten drei Mannschaften dieses Turniers zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft der Berufsbildungswerke im September nach Leipzig. Dazu musste allerdings erst das Team aus dem BBW Wittekindshof bezwungen werden. Dies gelang schließlich überzeugend mit 3:0 und so stand fest. „Wir fahren nach Leipzig“.
Anschließend gab es Annerkennung und Lob von den anderen Teams
und Trainern.
Im Anschluss des Turniers wird auch immer der Ausrichter für
das nächste Jahr gesucht. Es war die Bitte aller Trainer, dieses
Turnier im nächsten Jahr im BBW Bethel auszurichten. Zum
Anlass des 30-jährigen BBW Jubiläums wäre das eine
schöne Sache.
Nach der Rückkehr wurde noch gebührend gefeiert.
Mit sportlichem
Gruß
Jürgen Bünemann -Freizeitbereich-
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Sport im Berufsbildungswerk Bethel: Guter Hermannslauf trotz Epilepsie
Bielefeld-Bethel. "Bis Kilometer 17 war ich schnell, bis 25 lief alles gut. Dann kamen die Krämpfe", erinnert sich Mohamed Akhamal an Höhen und Tiefen seines ersten Hermannslaufs. Doch zwei Tage später tun die Beine kaum noch weh. Im Rückblick ist der 23-Jährige, der aufgrund einer epileptischen Erkrankung an einer berufsvorbereitenden Maßnahme im Berufsbildungswerk Bethel teilnimmt, mehr als zufrieden mit sich: "Jetzt habe ich Blut geleckt. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei."
Beeindruckt und beflügelt haben Mohamed Akhamal die vielen Zuschauer, die entlang der Strecke die Läufer eifrig angefeuerten. Seine klaren Highlights auf den 31 Kilometern: "Oerlinghausen und die Panzerbrücke". Fit gemacht für die hügelige Strecke zwischen Hermannsdenkmal und Sparrenburg haben ihn Erzieherin Daniela Heckhoff und Sozialpädagoge Jürgen Weiß vom Berufsbildungswerk Bethel.
Seit er 17 Jahre als ist, hat Mohamed Akhamal Epilepsie. Doch heute belastet ihn seine Erkrankung weder im Alltag noch im Training oder Wettkampf. Dank einer guten medikamentösen Einstellung ist er seit 20 Monaten anfallsfrei. Im kommenden September möchte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in der Textilbranche beginnen. In Bethel unterstützen ihn Pädagogen und Erzieher dabei, seine beruflichen und sportlichen Ziele zu verwirklichen.
"Jeden Dienstag bieten wir einen festen Lauftreff im Berufsbildungswerk Bethel an", sagt Jürgen Weiß, der als 13-maliger Hermannslauf-Teilnehmer über reichlich Erfahrung verfügt. Seinem Schützling hingegen, der "so richtig" erst seit Januar trainierte, öffneten erst die vorbereitenden langen Läufe die Augen. "Ich hab's tatsächlich unterschätzt", gesteht Mohamed Akhamal und lacht verlegen. Dass die mit vielen Höhenmetern gespickte Strecke durch den Teutoburger Wald auch für einen sportlichen jungen Mann keine Kleinigkeit ist, musste er erst selbst erfahren. Trotzdem: Als Mohamed Akhamal, begleitet von zwei guten Freunden, am Sonntag über die Promenade ins Ziel lief, waren alle Mühen vergessen. Seine Zeit - 3.40 Stunden - will er 2012 unterbieten. "Und schneller sein als Herr Weiß", stichelt er Richtung Trainer.
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BBW Wohnen Bethel trifft auf die Hochschule für Architektur in Detmold
Mitte 2010 beauftragte uns die Abteilungsleitung Wohnen neue Gestaltungsideen für die Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner mit zukünftig geringeren Budgets zu entwickeln. Diese Ideen sollten so nah wie möglich an den Bedürfnissen unserer jungen Menschen liegen.
Aus dieser Vorgabe entwickelte sich in unserem Team der Gedanke, Kontakt zur Hochschule Ostwestfalen-Lippe für Architektur und Innenarchitektur in Detmold aufzunehmen. Dort trafen wir auf Frau Prof. Dipl.-Ing. Eva Filter, als zuständiger Professorin für diesen Studiengang, die bereits in den ersten Telefonaten unserem Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen war. Im März 2010 mündeten diese Kontaktgespräche in einen ersten Besuch der Hochschule in Detmold.
In diesem ersten direkten Gespräch stellten wir unsere Einrichtung und ganz speziell unseren Wohnbereich vor. Frau Filter zeigte von Anfang an großes Interesse daran, unseren Wunsch mit „ihren“ Studentinnen umzusetzen, wies aber darauf hin, dass dieses Projekt auf Grund der momentanen Studiensituation erst im Wintersemester starten könne. Da wir keinem besonderen Zeitdruck unterlagen, stimmten wir dem Zeitrahmen zu und luden Frau Professor Filter mit ihren Studentinnen zu einem Gegenbesuch ins BBW ein, damit sie unsere Einrichtung, unsere Teilnehmenden und ein für diesen Zweck ausgesuchtes Bewohnerzimmer vor Ort kennenlernen konnten.


Gleich nach den Herbstferien fand dieser Gegenbesuch statt. Nachdem der Einrichtungsleiter, Herr Krey und Herr Maaß-Mahler als Mitarbeiter im Wohnbereich einen Einblick in das Leben und Arbeiten in unserer Einrichtung vermittelt hatten, stellten sich die drei Teilnehmenden Nina Höltgen, Vanessa Weber und Philipp Menz – bei Gebäck, Kaffee und Tee – den Fragen von 14 Studentinnen. Anschließend wurde mit allen Beteiligten exemplarisch die „Wohngruppe 4“ besichtigt. Die Studentinnen nahmen Maße des ausgewählten Zimmers, machten verschiedene Fotos und stellten noch die ein oder andere Frage, um gut gerüstet für die bevorstehende Aufgabe, der Entwicklung neuer Zimmergestaltungsideen zu sein.
Am 02.02.2011 fand dann der ersehnte Präsentationstag in der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold statt. Nachdem uns Frau Filter durch die Hochschule geführt, uns viele interessante Informationen über den Studiengang gegeben und auch einzelne Ausstellungsstücke gezeigt und erklärt hatte, führte sie uns in einen Seminarraum in der 2. Etage. Hier bereiteten uns die Studentinnen einen großzügigen Empfang. Links und rechts des langgestreckten und hellen Seminarraums standen an jeder Seite verschiedene Modelle, Zeichnungen, Plakate mit Raumplanungen für „unser Bewohnerzimmer“hingen an den Wänden und zudem war für uns noch ein üppiges Buffet vorbereitet.


Der Reihe nach stellten uns die Studentinnen ihre Arbeiten vor, wobei durch die international besetzte Gruppe, zwei Vorträge in englischer Sprache gehalten wurden. Bei den unterschiedlichen Entwürfen zeigte sich, wie intensiv sich die Studierenden mit den mit den Interessen und Vorstellungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden auseinandergesetzt hatten. Daraus entwickelten sie Ideen, wie die Bedürfnisse, speziell auch von Menschen mit einer Anfallserkrankung, Berücksichtigung finden könnten. Die Entwürfe wurden anschaulich und im Wortsinn auch be-greifbar gemacht durch Modelle, die die Studentinnen angefertigt hatten. Ergänzend gab es Skizzen und Materialproben, die die Präsentation noch bereicherten. Alle ZuhörerInnen waren sehr beeindruckt von der spürbaren Identifikation und Begeisterung, mit der sich die Studentinnen in das Thema eingearbeitet hatten und mit wie viel Engagement sie ihre Präsentation für uns interessant, verständnisvoll und kompetent vorstellten.
Während wir uns noch an den unterschiedlichen Köstlichkeiten des Buffets stärken konnten hatten wir die Möglichkeit, uns die unterschiedlichen Zimmermodelle genau anzusehen und bei den Studentinnen das eine oder andere nachzufragen.
Dann hieß es Abschied nehmen und wir fuhren mit vielen neuen Erfahrungen, einer Fülle außerordentlicher Eindrücke und der Hoffnung ins BBW Bethel zurück, dass dieser ereignisreiche und kreative Tag im „Fachbereich 1 für Architektur und Innenarchitektur“ in Detmold nachhaltig unsere zukünftige Raumgestaltung beeinflussen wird. Konkrete Umsetzungsideen gibt es. Sie werden jetzt mit den Verantwortlichen in der Einrichtung und Geschäftsführung besprochen.
W. Maaß-Mahler, Mitarbeiter, Wohnbereich,
Berufsbildungswerk Bethel
F. Müller, Abteilungsleiter, Wohnbereich, Berufsbildungswerk
Bethel
