Berufsbildungswerk Bethel

...für einen guten Start ins Arbeitsleben

Klostertage in Meschede

Klostertage in Meschede im Zeitraum vom 2. – 4. Februar 2009. Seit nunmehr drei Jahren wächst eine gute Tradition im Berufsbildungswerk Bethel: Die Klostertage in der Benediktinerabtei Meschede.

Teilnehmende und Mitarbeitende tauchen für drei Tage in ein ganz anderes Leben ein als sie es gewohnt sind. Der Tag erhält seine Struktur durch die in der Klosterkirche gefeierten Stundengebete – das ist eine Herausforderung. Wer würde sonst schon um 5.30 Uhr zur Vigil eine Kirche aufsuchen und sich um 6.45 (Laudes), 12.45 (Mittagshore), 17.45 (Vesper) und 20.15 (Komplet) erneut einladen lassen?

Der Besuch in einzelnen Werkstätten des Klosters (Schmiede und Schneiderei) -  vor allem die Gespräche mit den dort arbeitenden Klosterbrüdern –  geben Anteil an einer Lebenshaltung, die unseren Alltagsstress mit einem Fragezeichen versieht.

Foto: Kloster Meschede

'Ora et labora' – so lautet das Motto der im Kloster lebenden Mönche. Uns fragte daher der Bruder, der in der Schneiderei arbeitet, wie wir denn zu einem Leben stehen, das der Kontemplation den ersten Rang einräumt – eine berechtigte Frage an unser Lebenskonzept.

Im Gästehaus (Haus der Stille) hat jeder Gast sein Einzelzimmer. Die Architektur ist reduziert, weist auf das Wesentliche. Die Ausstattung einladend modern, sie hilft dabei, zur Ruhe und zu sich selber zu kommen. 

In der Klosterbuchhandlung findet sich ein breites Spektrum an theologischer und spiritueller Literatur, gottesdienstlichen Gegenständen wie Kerzen, Kreuze, Räucherwerk, aber auch dem leiblichen Wohl Dienenden aus klostereigener Herstellung: Brot , Marmeladen, Gewürze, Käse.  

Das größte Geschenk ist die Zeit für Gespräche, Spaziergänge, Lesen oder einfach Ausruhen.

Jeden Abend beschließt eine gemütliche Runde bei einem Gläschen Wein oder naturtrübem Apfelsaft aus der eigenen Mosterei. 

Zurück im Berufsbildungswerk empfängt uns wieder der dortige Alltag – aber vielleicht mit der Erfahrung, Kontemplatives nicht nur im Kloster Meschede beheimatet sein zu lassen.    

 

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