Berufsbildungswerk Bethel

...für einen guten Start ins Arbeitsleben

Startschuss für die vierte Staffel des NRW-Förderprojekts

100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung.
Pressegespräch, 7. Mai 2010

Zu Ihrer Information stehen unter anderem zur Verfügung:
Jochen Häger, Geschäftsführer Mercedes-Benz-Autohaus Neotechnik in Bielefeld
Ursula Veh-Weingarten, Geschäftsführerin des Stiftungsbereichs Jugend und Beruf, Bethel
Bernd Krey, Einrichtungsleiter des Berufsbildungswerks Bethel
Günther Ohlendorf, Koordinator für Behindertenhilfe der Stadt Bielefeld
Monika Griepentrog, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit

Foto: NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann eröffnet Förderaktion 100+NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann eröffnet am heutigen Freitag, 7. Mai, in Bielefeld den vierten Durchlauf der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen.“ Mit der 2007 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufenen Aktion soll die Chancengleichheit von jungen Menschen mit und ohne Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt gesteigert werden.

Die an der Aktion teilnehmenden Auszubildenden und Betriebe werden intensiv beraten und begleitet. Ihnen stehen Bildungsträger mit Rat und Tat zur Seite und lotsen kompetent durch die Ausbildung. Lernorte sind die Betriebe, die Berufskollegs sowie die an der Aktion beteiligten Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation. Letztere schließen mit den Jugendlichen den Ausbildungsvertrag ab, stellen ihnen einen Ausbildungscoach an die Seite, koordinieren die Ausbildung an den verschiedenen Lernorten und führen individuellen Stütz- und Förderunterricht durch.

Bereits im Laufe der Ausbildung erhalten die Jugendlichen Bewerbungs- und Vermittlungsunterstützung für eine anschließende Integration in Beschäftigung. Die praktische Ausbildung erfolgt überwiegend in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts, um die Wirtschaftsnähe der Ausbildung zu gewährleisten. Die Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation unterstützen die Praxisbetriebe während der gesamten Ausbildungszeit. Sie beraten in der behindertengerechten Ausbildung und geben Informationen zur Beantragung von Fördermöglichkeiten. Zudem bieten sie Hilfestellung bei Problemen im Arbeitsalltag.

In Bielefeld vermittelt das Berufsbildungswerk Bethel – unterstützt von der Bielefelder Agentur für Arbeit – Ausbildungsplätze in verschiedene regionale Unternehmen, unter anderem an das Mercedes-Benz-Autohaus Neotechnik in Bielefeld-Brackwede. Insgesamt nehmen in Ostwestfalen-Lippe 23 Auszubildende des Berufsbildungswerks Bethel an dem Förderprogramm teil, davon zehn an der vierten, nun beginnenden Staffel. Bei Neotechnik sind die Auszubildenden Rudolf Ruppel, Kevin Packman und Pascal Elixmann Teilnehmer der vierten Staffel.

Neotechnik-Geschäftsführer Jochen Häger ist von der NRW-Aktion und dem Ausbildungsangebot zum Fahrzeugpfleger überzeugt: „Die Ausbildung trifft das Interesse an Autos, das bei vielen jungen Menschen vorhanden ist. Unser Unternehmen hat gute Erfahrungen mit Necmettin Akay und den anderen behinderten Auszubildenden gemacht. Dabei schätzen wir die Betreuung durch das Berufsbildungswerk Bethel und die zusätzlichen Schulungen, die unser Auszubildender von dort erhält, so Jochen Häger.

Die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen“ wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert – ergänzt durch Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit. Die CDU-Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Elmar Brok und Markus Pieper, besuchten Ende April das Berufsbildungswerk Bethel und zeigten sich beeindruckt von den Ausbildungsangeboten und dem Einsatz der EU-Fördermittel. „Hier wird das Geld gut angelegt und es hat einen realen Bezug“, sagte Elmar Brok.

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