Unser Team für alle (sozialpädagogischen) Fälle: von links – D. Petersen, D. Böhnke, C. Dresing-Bergt, M. Sanders, M. Lohfink, U. Helle, K. Rafflenbeul

Sozialdienst

Der Sozialpädagogische Fachdienst im Berufsbildungswerk Bethel ist Begleitung für alle Teilnehmenden sowohl in den vorberuflichen Maßnahmen als auch in der Ausbildung und leistet Unterstützung bei der Integration ins Berufsleben. Die Mitarbeitenden dieses Dienstes arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, vertreten sich jedoch gegenseitig.

Fragen an Marianne Sanders vom Sozialpädagogischen Fachdienst / Sozialdienst

Welche Hilfen können die Teilnehmenden vom Sozialpädagogischen Fachdienst erwarten?

Der Sozialpädagogische Fachdienst erarbeitet die Reha-Planung individuell für alle Teilnehmenden und sorgt für Unterstützung, damit die Maßnahme erfolgreich wird. Das ist die wichtigste Aufgabe der Sozialpädagoginnen und –pädagogen.    

Was ist mit der Reha-Planung gemeint?

Zunächst stellen die Sozialpädagoginnen und – pädagogen fest, welche Fähigkeiten jemand mitbringt und was er oder sie noch lernen muss. Gemeinsam mit Ausbildenden, Lehrkräften, Mitarbeitenden aus dem Wohnbereich und manchmal auch mit der Ärztin und der Psychologin wird beraten, welche unterstützenden Maßnahmen sinnvoll sind. Diese Maßnahmen werden dann konkret mit dem jungen Menschen abgesprochen und ein Zeitraum verabredet, nachdem geprüft wird, ob die Maßnahmen erfolgreich waren. Waren sie nicht erfolgreich, trifft man sich erneut, findet evtl. Gründe heraus und sucht nach Alternativen.  

In der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme finden die Gespräche nach 3 Wochen, nach 5 Monaten und zum Ende der BvB statt. In der Ausbildung sind Gespräche zu Beginn, zum Ende der Probezeit und jeweils am Ende jedes Ausbildungsjahres festgelegt. Wenn gewünscht oder als notwendig erkannt, können häufiger Reha-Plan-Gespräche stattfinden. Die Reha-Planung wird schriftlich verabredet und die Arbeitsagentur darüber informiert.  

Und was bedeutet „Bildungsbegleitung“?

Bildungsbegleitung ist eine andere Bezeichnung für die Reha-Planung in Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen.    

Wofür ist der Sozialpädagogische Fachdienst noch zuständig?

Die Mitarbeitenden im Sozialpädagogischen Fachdienst unterstützen die Teilnehmenden bei Bedarf während ihrer gesamten Zeit im BBW auch bei vielen Themen, die neben der Ausbildung noch eine Rolle spielen:

  • sie unterstützen die Jugendlichen im Umgang mit der Behinderung      
  • sie intervenieren bei Krisen       
  • sie fördern die jungen Leute bei der Übernahme von Eigenverantwortung und der Ablösung vom Elternhaus        
  • sie fordern die persönliche Entwicklung ·      
  • sie machen Angebote zur erfolgreichen Integration in die Ausbildungs- und Arbeitswelt.    


Was ist mit Angeboten zur erfolgreichen Integration gemeint?  

Ein Beispiel ist das Absolventen-Training. Dazu gehören:

  • das Seminar Respekt: Hier wird der respektvolle Umgang mit Menschen in unterschiedlichen privaten oder beruflichen Zusammenhängen erprobt.

  • die Stärken- und Schwächenanalyse: Individuelle Voraussetzungen – auch im Zusammenhang mit der Grunderkrankung – werden zum Thema gemacht.

  • die Berufs- und Lebenswegeplanung: Gemeinsam mit den Absolventen wird eine persönliche Berufs- und Lebenswegeplanung erarbeitet.

  • das Bewerbungstraining: Hierzu gehört die Suche nach Praktikumsstellen, die Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen sowie die Begleitung bei Bewerbungsterminen.  

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit unterstützt der Sozialpädagogische Fachdienst die Absolventen aktiv bei der Suche nach und der Vermittlung für einen Arbeitsplatz. Auch Beratung über finanzielle Unterstützung und rechtliche Fragen gehören dazu. Für Arbeitsvermittlung und weitere Fragen stehen die Mitarbeitenden des Sozialpädagogischen Fachdienstes auch noch über das Ausbildungsende hinaus zur Verfügung.    

Der Sozialdienst kümmert sich auch um die Angehörigen. In welcher Art und Weise geschieht das?  

Einige Teilnehmende sind noch minderjährig. Hier sind konkrete Absprachen und Informationen mit den Erziehungsberechtigten erforderlich. Die nächsten Angehörigen, insbesondere Eltern, sind aber sowieso als moralische Stütze wichtig für den Erfolg der jungen Menschen. Daher binden wir die Angehörigen so weit als möglich in alle Prozesse ein.

Allerdings ist unser Ziel auch, dass die jungen Menschen lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen. Dazu bieten wir ihnen und den Angehörigen ebenfalls Beratung, Unterstützung und vermittelnde Gespräche in Konfliktsituationen an. Dies findet an regelmäßigen Elternsprechtagen, individuellen Elterngesprächen, Auswertungsterminen und im telefonischen Austausch statt.

Ansprechpartnerin

Marianne Sanders
BBW Kundenservice

Telefon 0521 144-2228
marianne.sanders
(at)bethel.de