Die Staudengärtnerei findet in den Gewächshäusern...
...und im Freiland statt.

Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Agrarwirtschaft

"Die Chancen sind groß, in einem der Grünen Berufe Fuß zu fassen."
Interview mit Wolfgang Geuenich – Ausbilder im Bereich Agrarwirtschaft (Garten- und Landschaftsbau, GALA-Bau)

Welche Voraussetzungen sollten junge Menschen für diesen Beruf bzw. dieses Berufsfeld mitbringen? 

Zunächst einmal Spaß an körperlicher Arbeit im Freien und in der Natur – auch bei jeder Witterung. Ein großes Interesse an gestalterischer, kreativer Arbeit mit verschiedenen Baustoffen und Pflanzen ist eine weitere Grundvoraussetzung.

Welche Probleme könnten für anfallskranke und lernbehinderte Menschen in diesen spezifischen Berufen auftreten - also auch für diejenigen, die sich im Rahmen der Arbeitserprobung als "fit" für diesen Berufszweig erwiesen haben? 

Der hohe Anteil an Maschinenarbeit könnte für manche Auszubildenden mit Anfallserkrankungen ein Problem darstellen, da die Unfallgefahr einfach zu groß ist. Gute Pflanzenkenntnisse und das Berechnen von Flächen, Mengen und Massen sind ein wichtiger Bestandteil des Berufsbildes. Das kann lernbehinderten Menschen Probleme bereiten.   

Welche aktuellen Berufsperspektiven gibt es für die Auszubildenden?

Zunächst gilt hier der Grundsatz: Grünflächen und Pflanzen können zur regelhaften Pflege nicht exportiert werden. Will sagen: wo es wächst wird es auch geschnitten. Im Gartenbau ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Menschen ungebrochen groß. Die zurückliegenden 15 Jahre haben gezeigt, dass der Markt die ausgebildeten Gärtner vollständig in Arbeit integriert hat. Ein gesundes Maß an Flexibilität, nicht nur in der erlernten Ausbildungssparte verharren zu wollen, ist dabei von Vorteil.

Wie sind die Erfahrungen der Absolventen in den letzten Jahren bei der Jobsuche als auch (soweit bekannt) am neuen Arbeitsplatz? 

Leider gibt es da wenige Informationen zu diesem Thema aufgrund der sehr geringen Rückmeldungen.     

Wie hoch ist die aktuelle Vermittlungsquote in dem Berufsfeld? 

Man kann sagen, dass sich der Bereich GALA-Bau seit Jahren einer hohen Nachfrage erfreut. Hier gibt es sicherlich auch den höchsten Anteil der Absolventen. Stauden- und Baumschulgärtner sind auch ein wenig abhängig von der Region. Die Chancen für Baumschuler sind in den norddeutschen Baumschulzentren sicherlich höher als in der Region Ostwestfalen. Ebenso kann man bei den Staudengärtnern eine höhere Vermittlungsquote im Süden der Republik erwarten. Der Bereich Friedhofsgärtner erfreut sich nach wie vor einer hohen Nachfrage, allerdings befindet sich die Bestattungs- und Friedhofkultur in einem Umbruchprozess. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen rückläufige Bestattungszahlen und weniger kostenintensive Bestattungsformen (Urnengräber, Friedwald, anonyme Bestattungen) auf die Nachfrage für Gärtner haben werden.           

Wie und vor allem wo wird den Auszubildenden im jeweiligen Berufsfeld Praxisbezug für den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt? 

Es gibt für den Bereich GALA-Bau eine vertragliche Kooperation mit dem GALA-Bau-Betrieb Bethel, die besagt, dass Auszubildende im zweiten und dritten Ausbildungsjahr in den normalen Arbeitskolonnen des Betriebes eingesetzt werden. Für den Bereich der Staudengärtner werden frühzeitig möglichst mehrere Praktikumsplätze bei kooperierenden Staudengärtnereien in der Region gesucht und angeboten.

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